Was ist eine DOCX-Datei?

DOCX — Microsoft Word (Office Open XML)

Worum handelt es sich?

DOCX ist das Textverarbeitungsformat von Microsoft Word, das seit 2007 im Einsatz ist. Es speichert nicht nur den Text, sondern alles, was dazugehört: Formatvorlagen, Überschriften, Tabellen, Bilder, Fußnoten, Kommentare und Änderungsnachverfolgung.

Im Inneren ist eine DOCX-Datei keine einzelne Datei, sondern ein komprimiertes Archiv. Benennen Sie sie einmal in .zip um und öffnen Sie sie: Sie finden darin XML-Dateien – den Text in der einen, die Formatvorlagen in einer anderen, die Bilder in einem eigenen Ordner. Diese offene Struktur erklärt, warum so viele Programme das Format lesen können und warum sich eine leicht beschädigte Datei manchmal noch retten lässt.

Geschichte & Herkunft

Bis 2007 speicherte Word im .doc-Format, einem geschlossenen Binärformat, das sich ohne Microsofts eigene Software kaum interpretieren ließ. Der Druck von Behörden, die ihre Archive nicht einem undurchsichtigen Format anvertrauen wollten, veranlasste den Hersteller schließlich, eine offene Spezifikation zu veröffentlichen.

So entstand Office Open XML, 2006 von der ECMA und 2008 von der ISO als ISO/IEC 29500 normiert. Das „x“ in DOCX steht für diesen Wechsel zu XML. Der Normierungsprozess war so umstritten, dass er bis heute als Lehrbeispiel in der Welt der Standards gilt.

Warum es nützlich ist

Es ist das weltweit verbreitetste Format zum Schreiben von Dokumenten: Teilen Sie eine DOCX-Datei, und sie lässt sich fast überall öffnen – in Word, LibreOffice, Google Docs oder Pages.

Es bringt das gesamte Werkzeug für kollaboratives Schreiben mit – Kommentare, Änderungsnachverfolgung, Vorlagen, Formatvorlagen –, was ein PDF nicht bietet. Und eine DOCX-Datei kann keine Makros enthalten: Dafür ist die Endung .docm zuständig, was DOCX beim Empfang deutlich sicherer macht.

Grenzen & Nachteile

Die Darstellung ist nie ganz garantiert. Öffnen Sie dieselbe DOCX-Datei auf zwei Rechnern mit unterschiedlichen Schriftarten, und die Seitenaufteilung verschiebt sich. Ein fein layoutetes Dokument kann von Programm zu Programm abweichen, besonders bei komplexen Tabellen und Textfeldern zwischen Word und LibreOffice.

Es ist ein „lebendiges“ Format, dafür gemacht, bearbeitet zu werden: Es gibt keine Garantie, dass man morgen genau das liest, was Sie heute sehen.

Praktische Tipps

Schreiben Sie in DOCX, verbreiten Sie in PDF. Sobald das Dokument fertig ist und gelesen, gedruckt oder an Dritte verschickt werden soll, konvertieren Sie es: So sichern Sie das Layout und schließen jedes Risiko einer ungewollten Änderung aus.

Für eine dauerhafte Archivierung oder eine behördliche Einreichung ist ODT oft die bessere Wahl: ein offenes, neutrales Format ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller. Und wenn Sie nur den reinen Text behalten möchten, entfernt TXT jegliche Formatierung.

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