Was ist eine FLAC-Datei?

FLAC — verlustfrei komprimiertes Audio

Worum handelt es sich?

FLAC komprimiert Tonaufnahmen, ohne dabei auch nur die kleinste Information zu verlieren. Die Dateigröße halbiert sich in etwa, und die entpackte Datei ist bitgenau identisch mit dem Original.

Das Prinzip gleicht dem einer ZIP-Archivierung: Redundanzen werden erkannt und der Platzbedarf verringert, ohne dass je etwas verworfen wird. Mit MP3, das dauerhaft Daten entfernt, hat das nichts zu tun.

Geschichte & Herkunft

FLAC wurde 2001 von Josh Coalson veröffentlicht und später von der Xiph.Org-Stiftung übernommen, die daraus ein vollständig freies und patentfreies Format machte.

Es setzte sich vor allem bei Audiophilen und auf Plattformen für Musik in hoher Auflösung durch, die von der verlustfreien Klangqualität ohne den Platzbedarf von WAV überzeugt wurden.

Warum es nützlich ist

Keinerlei Qualitätsverlust, halbierter Speicherbedarf und umfangreiche Metadaten – Titel, Interpret, Cover, Liedtext –, die WAV nicht speichern kann.

Ein freies, offenes Format, das von so gut wie allen modernen Wiedergabeprogrammen unterstützt wird.

Grenzen & Nachteile

Es bleibt deutlich größer als MP3 – fünf- bis zehnmal so groß – für einen Unterschied, den beim gewöhnlichen Hören nur sehr wenige Ohren tatsächlich wahrnehmen.

Apple-Geräte unterstützen es nicht von Haus aus, sie setzen stattdessen auf ihr eigenes verlustfreies Format.

Praktische Tipps

FLAC eignet sich hervorragend, um eine Musiksammlung zu archivieren: Sie behalten die volle Qualität und können später jederzeit noch MP3-Dateien daraus erzeugen.

Für unterwegs empfiehlt es sich, FLAC-Dateien in MP3 oder AAC umzuwandeln: Sie sparen erheblich Speicherplatz, ohne dass sich unterwegs ein hörbarer Unterschied bemerkbar macht.

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