Was ist eine TAR-Datei?

TAR — Unix-Archiv

Worum handelt es sich?

Das TAR-Format komprimiert nichts. Es reiht lediglich Dateien in einer einzigen Datei aneinander und behält dabei ihre Rechte, ihre Zeitstempel und ihre Verzeichnisstruktur bei. Eine TAR-Datei entspricht daher in ihrer Größe genau der Summe ihres Inhalts.

Aus diesem Grund tritt es fast immer in Begleitung auf: Eine .tar.gz-Datei ist ein TAR-Archiv, das anschließend durch gzip komprimiert wurde. Zwei Werkzeuge, zwei Schritte, jedes mit seiner eigenen Aufgabe.

Geschichte & Herkunft

TAR entstand 1979 in der Unix-Welt, und sein Name verrät bereits den ursprünglichen Zweck: „tape archive“, also Archiv auf Magnetband.

Dieses Prinzip – erst zusammenfassen, dann komprimieren – blieb unter Linux und macOS fünfundvierzig Jahre lang der Standard.

Warum es nützlich ist

Es bewahrt Berechtigungen, Verknüpfungen und Zeitstempel gewissenhaft, was ein ZIP-Archiv nur unzureichend leistet – ein entscheidender Punkt bei der Systemsicherung.

Es lässt sich mit jedem beliebigen Kompressionswerkzeug kombinieren, je nachdem, ob Geschwindigkeit oder Komprimierungsgrad im Vordergrund stehen.

Grenzen & Nachteile

Für sich allein bringt es keinerlei Platzersparnis.

Windows unterstützt es nicht von Haus aus, und um eine einzelne Datei zu extrahieren, muss das gesamte Archiv durchsucht werden.

Praktische Tipps

Wenn Sie eine .tar.gz-Datei erhalten, wandeln Sie sie in ein ZIP um: So erhalten Sie ein Archiv, das sich auf jedem PC per Doppelklick öffnen lässt.

Für die Sicherung von Linux-Dateien bleibt TAR die richtige Wahl, da es deren Rechte erhält – was bei ZIP verloren ginge.

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