Was ist eine TIFF-Datei?

TIFF — professionelles Bildformat

Worum handelt es sich?

TIFF ist das Format der Bildprofis: Es bewahrt alles auf, ganz ohne Verlust. Es akzeptiert mehrere Seiten in einer einzigen Datei, Ebenen, präzise Farbprofile, eine Farbtiefe von 16 Bit pro Kanal und den CMYK-Modus für den Druck.

Es handelt sich weniger um ein Format als um einen flexiblen Container, der komprimierte oder unkomprimierte Bilder aufnehmen kann, je nach Bedarf.

Geschichte & Herkunft

TIFF wurde 1986 von Aldus entwickelt — dem Verlag von PageMaker, der später von Adobe übernommen wurde — und sollte einen gemeinsamen Standard für Scanner schaffen, die damals untereinander nicht kompatibel waren.

Seither ist es das Referenzformat für Scans, Reprografie und die Archivierung von Kulturgut geblieben: Bibliotheken digitalisieren ihre Bestände in TIFF.

Warum es nützlich ist

Kein Verlust, maximale Qualität, Unterstützung für Mehrseitigkeit und alles, was die professionelle Druckvorstufe erfordert.

Es ist das Format der Wahl, um ein digitalisiertes Dokument zu archivieren, das man auch in dreißig Jahren noch nutzen möchte.

Grenzen & Nachteile

Riesige Dateien: Ein A4-Scan in hoher Auflösung übersteigt leicht 100 MB.

Gerade seine Flexibilität ist eine Falle — es gibt so viele Varianten, dass manche TIFF-Dateien von Programmen abgelehnt werden, die vorgeben, sie zu unterstützen. Und Webbrowser zeigen es gar nicht erst an.

Praktische Tipps

Verwenden Sie TIFF für Archivierung und Druck. Für die Bildschirmanzeige oder den Versand konvertieren Sie es in JPEG oder PNG: Die Dateigröße reduziert sich dabei auf ein Zwanzigstel.

Bei einem mehrseitig gescannten Dokument ist die Konvertierung in PDF oft praktischer: eine einzige Datei, überall lesbar und deutlich kleiner.

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