Was ist eine ZIP-Datei?
ZIP — universelles Archivformat
Worum handelt es sich?
ZIP fasst mehrere Dateien in einer einzigen zusammen und komprimiert sie dabei gleich mit. Es ist das universelle Archivformat: Windows, macOS und Linux können es öffnen, ohne dass eine zusätzliche Software installiert werden muss.
Jede Datei wird unabhängig von den anderen komprimiert, sodass sich eine einzelne Datei extrahieren lässt, ohne den Rest zu entpacken. Diese Flexibilität hat ihren Preis: Die Kompressionsrate fällt schlechter aus als bei 7Z oder RAR.
Geschichte & Herkunft
Phil Katz entwickelte ZIP 1989, nach einem Rechtsstreit mit dem Anbieter eines konkurrierenden Formats. Seine Antwort darauf war, ein besseres Format zu schaffen – und es in die Public Domain zu stellen.
Diese Geste erklärt seine bis heute anhaltende Dominanz: ZIP ist überall präsent, auch dort, wo man es nicht vermutet. Eine DOCX-Datei, eine XLSX-Datei, ein EPUB oder eine Android-Anwendung sind technisch gesehen nichts anderes als getarnte ZIP-Archive.
Warum es nützlich ist
Vollständige Kompatibilität, ohne zusätzliche Software, auf praktisch jedem System.
Selektives Entpacken, mögliche Verschlüsselung und eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Grenzen & Nachteile
Eine geringere Kompressionsrate als bei modernen Formaten: Eine 7Z-Datei fällt oft 20 bis 30 % kleiner aus.
Die klassische Verschlüsselung von ZIP ist schwach – nur die AES-Variante bietet echte Sicherheit, und nicht jede Software unterstützt sie.
Praktische Tipps
ZIP ist die richtige Wahl, sobald es darum geht, jemandem einen Ordner zu schicken: Sie können sicher sein, dass er ihn öffnen kann.
Wenn Sie möglichst platzsparend und nur für sich selbst archivieren möchten, leistet 7Z bessere Dienste. Beim Versand sollten Sie dieses Risiko jedoch nicht eingehen.
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